Ist IT "Organisation" oder "Betrieb"?

beim Setup der Schulkonzepte komme ich immer wieder auf das wohl wichtigste Werkzeug im heutigen Lernen - Computer. Im klassischen Bildungsbereich ist die Digitalisierung immer noch nur zaghaft geduldet. Wir verstehen den Einsatz digitaler Mittel heute als essenziell!

Über Methoden zum Lernen im Zeitalter der Digitalität werden wir noch viel zu erarbeiten haben. Hier soll es zunächst darum gehen, welche Rolle die IT als Ressource im entstehenden Konzept spielen soll.

Wir brauchen (und nutzen) wie jede Organisation heute schon eine Vielzahl an Systemen und Technologien.

Diese Nutzung wollen wir systematisieren und das Potenzial voll ausreizen, ohne unnötige Risiken einzugehen. Ich habe so ein Gefühl, dass es hier eine enorme Spanne zwischen „gefühlter“ und tatsächlicher sinnvoller Nutzung gibt. Aus Unwissenheit in den Lernanstalten entsteht Verunsicherung, so dass Regeln erstelt und kommuniziert werden, die zu vielen unnötigen Einschränkungen und verschenktem Potenzial führen. Auf der anderen Seite gibt es oft ebenfalls aus Unwissenheit eine gewisse Sorglosigkeit, die dann zu den berühmten Datenpannen führt, die oft durch geschickteres eigenes Verhalten hätten vermieden werden können.

Die digitale Aus- und Weiterbildung aller Beteiligten muss ein Kernpunkt auch im didaktischen Konzept werden.

Aus meinem Vertständnis heraus sind dies die Eckpunkte unseres IT-Vorgehens

  • eine saubere Basisarchitektur herstellen (der grüne Teil im Diagramm). Für mich gibt es hier keine Alternative zu Public Cloud-Architekturen. Natürlich ist hier einiges an Best Practice-Erforschung notwendig, um die Rahmenbedingungen zu erkunden und dazu „compliant“ zu sein.
  • Eine Datenarchitektur herstellen, die modelliert, welche Daten wo anfallen, wo genutzt werden und wie wir diese Daten wieder als Input nutzen können, um immer besser zu werden
  • gute konkrete System auswählen (idealerweise Open Source-Systeme, die sich gut integrieren lassen)
  • möglichst viel automatisiert bereitstellen, so dass der Betrieb so einfach wie möglich wird.
  • eine klare Prüfungsstrategie aufbauen, so dass Probleme schnell gefunden und behoben werden können.

Damit verbindet sich Betrieb und Organisation zu einem Gesamtkonzept, dass wir bereits früh bei der Gestaltung der „Lernstrecken“ immer wieder zu integrieren haben. Parallel möchte ich beginnen, Infrastruktur aufzubauen und zu erproben. Konkret bin ich zurzeit mit AWS im Gespräch und erstelle erste Blueprints mit Terraform, Ansible, Docker und github CI/CD Automation.

Wer hier mitmachen will, ist herzlich willkommen!

Markdown sieht einfacher aus als etwa LaTeX. Kann man damit auch mathematische Formeln, Matrizen, Tabellen machen? Gehen auch fremde Alphabete?
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Nach wie vor ist mir nicht klar, wie die Inhalte aufbereitet werden sollen, wenn sie 1.) doch keine linear fortschreitende Unterrichtseinheiten sein sollen, und 2.) von den Bedürfnissen der Lernenden ausgehen sollen.
Sollen die Inhalte sich verzweigen wie Miro-Diagramme? Gibt es eine Technik, die aus sich endlos durch Links verzweigenden Text- und Bilddokumenten ein Miro-Dia macht, das die Funktion einer Landkarte erfüllen könnte? Ist so eine Form überhaupt gewollt?

Inhalte sind ja auch erstmal sekundär, die müssen wir erst auf Abruf zur Verfügung stellen. Schau mal hier https://faq-online-lernen.de/ - das ist zwar eher rein online-bezogen, aber da ist viel Background für uns drin!

es gibt diverse md plugins für Latex, hab ich aber noch nicht erforscht. Da wird auch die autonatische Multiformat-Konvertierung noch ein Wörtchen mitreden wollen…

Ich hab hier…


… ein Beispiel gefunden. Sollen unsere Inhalte so eine Form haben?
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In meiner Zeit als DaF-Lehrer benutzte ich eine Sammlung von OHP-Folien, die ich beliebig kombinieren und wiederverwenden konnte. Im Lauf der Zeit sind zwei dicke Aktenordner zusammengekommen. Es wäre nützlich, sowas online und zentral für Lehrer* und Lerner* zugänglich zu halten, aber dann müsste man es aktuell halten, um nicht ständig Uralt-Diskurse wiederzukäuen. Das macht Arbeit! Außerdem eignet sich nicht jede Lerneinheit für jeden. Also müsste es ein Leitsystem geben, das spezielle Interessen der Anwender* abfragt und verwendet, um sie durch den Verlinkungs-Dschungel zu führen. Google macht das bei mir sehr erfolgreich!

Irgendwann werde ich auf github mal was schreiben wollen. Soll ich dann dieses hier nehmen:


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Da steht, es kostet nix.
Oder bist Du schon drin und hast die Möglichkeit, Teammitglieder aufzunehmen, so dass ich dann auch reinkäme?

Die Markup-Lernadatei von D. Appelt ist nützlich, ich will es gerne mal ausprobieren. So richtig habe ich da aber nicht verstanden, wie man Bilder einbindet.

Hallo Thomas, schau dir doch mal Joplin an. Das ist ein Memex Tool, wie OneNote oder Evernote, aber es arbeitet mit Markdown. Habe es gerade entdeckt und installiert, sieht gut aus.

Mir fällt auf, dass wir hier noch keine Struktur im Forum und auch noch keine „Redaktionsprozesse“ haben. ich würde gerne mit lernOS Mitteln diesen Prozess ins Rollen bringen, was hältst du davon?

Was ist lernOS und ein Redaktionsprozess? Ist Joplin freie Software?

Ja Joplin ist frei.
Der Redaktionsprozess ist die Sequenz, wie wir Inhalte erstellen wollen: https://docs.selfscrum.org/betrieb/community - noch nicht wirklich durchstrukturiert. Das möchte ich mit LernOS erreichen - eine Methode in vierteljährlichen Zyklen ein Thema so zu durchdringen, dass man damit gut weiterarbeiten kann.